Blog Tipps

Erst nachdenken – dann bloggen!

Ein eigenes Blog – das klingt schon verlockend. Dennoch sollte man immer bedenken, was man da von sich preisgibt! Andreas Kalt hat auf seinem Blog dazu einige sehr lesenswerte und informative Beiträge verfasst, aus denen ich euch hier einige Auszüge zusammengestellt habe. Insgesamt finden sich auf seinem Blog jede Menge Tipps und Tricks, worauf man beim Bloggen achten sollte!

Es ist einfach, ein Blog einzurichten und Beiträge zu posten, aber genau darin liegt auch ein Risiko. Die Einfachheit verführt unter Umständen dazu, unbedacht Dinge zu veröffentlichen, die weitreichende persönliche oder rechtliche Folgen haben. Daher ist beim Bloggen einer der wichtigsten Grundsätze:

Think before you post. — Denk nach, bevor Du etwas veröffentlichst.

  • Es ist etwas völlig anderes, in einem Streit jemandem etwas mündlich “an den Kopf zu werfen” oder es für alle Welt sichtbar im Blog zu veröffentlichen. Im zweiten Fall wird die persönliche Verletzung viel gravierender und die Freundschaft ist vielleicht ein für alle Mal ruiniert.
  • Ihr seid mit eurem Englischunterricht unzufrieden? Die öffentliche Kritik am Englischunterricht könnte sogar rechtliche Folgen haben und in der Schule disziplinarische Maßnahmen nach sich ziehen. Je nach Zusammenhang könnte auch so etwas dabei heraus kommen:Rauswurf nach beleidigendem Kommentar in FacebookEin unbedachter Kommentar in Facebook über den Chef hat hier direkt zum Rauswurf geführt – der erfolgte gleich per Kommentar ebenfalls in Facebook. Ob dieses Beispiel so stattgefunden hat oder gestellt ist, konnte ich nicht herausfinden. Dennoch ist die grundlegende Situation nicht abwegig.
  • Veröffentlichte Fotos erlauben besonders tiefe Einblicke in Dein Privatleben, so dass böswillige Menschen sich unter Umständen ein sehr genaues Bild davon machen können, wofür Du Dich interessierst, wo Du  wohnst, wo Du zur Schule gehst etc. All das möchte man sicherlich nicht jedem x-beliebigen Menschen zugänglich machen.

Dieses Video bringt die Risiken schön auf den Punkt.

Was gibt es zu beachten?

1. Persönlichkeitsrechte wahren — Jeder Mensch hat gesetzlich geschützte Persönlichkeitsrechte. Dieser Beitrag bei iRights erklärt, worin diese bestehen und worauf man achten muss. Urheber- und Persönlichkeitsrechte in sozialen Netzwerken

2. Datensparsamkeit — Grundsätzlich sollte man sich fragen, welche persönlichen Daten man mit der Welt teilen möchte und welche nicht. Gerade wenn man erst anfängt zu bloggen, sollte man lieber etwas “zu anonym” vorgehen als zu persönlich.

Man kann zum Beispiel über Erlebnisse reflektieren, ohne die Namen der Beteiligten zu nennen.  Außerdem kann man den eigenen Namen und Orte an denen sich beschriebene Erlebnisse abgespielt haben durch allgemeine Wörter ersetzen (z.B. “in der Stadt” anstatt “in Müllheim”).

Mit der Zeit erarbeitet man sich etwas mehr Hintergrundwissen über die “Verhältnisse” im Netz und kann dann auch besser einschätzen, welche persönlichen Einblicke man gewähren möchte und welche nicht. Für den Anfang ist es empfehlenswert, mit konkreten Daten zurückhaltend zu sein.

(Das Gleiche gilt übrigens auch für social networks wie SchülerVZ oder Facebook. Dieser Artikel in der ZEIT thematisiert die Preisgabe von Daten in sozialen Netzwerken: Ein Schatz für Werbekunden. Bei einem Blog ist die Situation etwas anders, weil man üblicherweise nicht so viele Einzelheiten von sich einträgt wie z.B. im SchülerVZ, dennoch existieren die dort angesprochenen Risiken in ähnlicher Weise.)

3. Urheberrecht — Wann immer man etwas postet, das man nicht selbst geschrieben, fotografiert oder gefilmt hat, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass man das Urheberrecht verletzt. (Und bei den selbst fotografierten und gefilmten Inhalten ist das oben genannte Persönlichkeitsrecht evtl. abgebildeter Personen zu beachten). Worauf es beim Urheberrecht ankommt, erklärt die Website iRights

Ich habe nachgedacht – wie schreibe ich nun einen guten Beitrag?

Wenn man mit dem Bloggen beginnt, stellt man schnell fest, dass es gar nicht so einfach ist, neue Beiträge mit angemessenem Inhalt zu schreiben. Plaudereien ohne viel Inhalt im Stil von “Ich erzähl jetzt hier mal, was ich so mache …” sind kein Problem, doch derlei Texte sind für Leser nicht interessant.

Es kann problematisch sein, dass man nicht so richtig weiß, für wen man denn schreibt. Daraus ergibt sich die Unsicherheit, in welchem Ton und auf welcher Sprachebene man schreiben soll. Außerdem weiß man möglicherweise auch nicht, wie man einzelne Themen darstellen soll.

  • Ein Blog-Beitrag ist keine E-Mail. Er hat demnach keine Anrede und keine Schlussformel. Sinnvoll ist, sich einen guten ersten Satz zu überlegen, der aber ohne Einleitung auch direkt mit dem Thema beginnen kann. Im Web ist die nächste Ablenkung nur einen Klick entfernt – wer “labert”, verliert Leser schnell.
  • Ein Blog-Beitrag sollte sich mit einem Thema befassen. Wenn es zu diesem Thema nicht mehr als zwei, drei Absätze zu sagen gibt, bleibt er eben kurz. Lange Beiträge, die verschiedene Themen umfassen, sind für Leser schwerer zu scannen und die Entscheidung, ob man den Beitrag liest oder nicht, fällt eher zu Ungunsten des Beitrags aus – und wenn man schreibt, möchte man möglichst auch gelesen werden.
  • Die Überschrift eines Beitrags sollte den Inhalt widerspiegeln. Wenn diese das Interesse nicht weckt, bleibt der Beitrag oft ungelesen. Das Finden einer sinnvollen Überschrift ist demnach ein weiterer Grund dafür, pro Beitrag möglichst nur ein Thema zu behandeln

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